Wie alles begann

Die Eindrücke vom New-York-Marathon waren für Wolfgang Derfler und Andreas Promberger so überwältigend, dass sie noch auf dem Rückflug aus der Millionenmetropole beschlossen, in ihrem Heimatort Ebensee einen Laufclub zu gründen.

Zum Frühlingsbeginn 1996 präsentierten sie mit weiteren Gleichgesinnten den Laufclub Ebensee der Öffentlichkeit. Ein Diavortrag über den NYC-Marathon durfte dabei nicht fehlen.

Über 6 Jahre sind seither vergangen, und diese Zeit war für den 84. Ebenseer Verein (ja, ja Vereine haben im Salzkammergut eine große Tradition) sehr ereignisreich. Einen Höhepunkt stellte die Mitarbeit im Organisationskomitee für die Berglauf-Europameisterschaft auf den Ebenseer Hausberg, den Feuerkogel dar. So wurde dieser Event genutzt, um u. a. einen Laufclub-Abend mit dem österreichischen Berglaufteam zu gestalten, und mit dem vielfachen italienischen Berglaufweltmeister Antonio Molinari, seiner Frau Francesca und dem Trainer Giorgio einige unvergessliche Abende zu verbringen.

Der Volkslauf rund um die Langbathseen Mitte September, der heuer vom LC Ebensee zum achtenmal veranstaltet wird, ist zu einem echten Geheimtipp unter Ausdauersportlern geworden. Der Vordere und der Hintere Langbathsee liegen am Fuße des mächtigen Brunnkogel, und dass kristallklare Wasser lädt nach dem Zieleinlauf zur Abkühlung ein. Mit einem Knirps-, Kinder- und Schülerlauf wird vor allem den jungen Athleten ein großes Augenmerk geschenkt. Der Lauf rund um die beiden Langbathseen (7,2 km) bleibt den Erwachsenen vorbehalten, die immer wieder von der einzigartigen Landschaft des Höllengebirges und den idyllischen Gebirgsseen begeistert sind. Dass mit Willi Riederer ein Ebenseer den Streckenrekord hält, macht die Vereinsmitglieder natürlich besonders stolz. Den Streckenrekord muß sich Riederer jedoch mit Wolfgang Ellmauer von der LG St. Wolfgang teilen, der ein Jahr zuvor exakt dieselbe Zeit herunterspulte (23:32,8). Dass noch jeder Teilnehmer — ob groß oder klein- eine Medaille erhält, ist für die Veranstalter selbstverständlich. Dem „Präsidenten“ des LC’s Wolfgang Derfler ist es wichtig, dass die Veranstaltung ein Volkslauf im ursprünglichen Sinn bleibt. Man freut sich zwar riesig, wenn heimische Spitzenathleten antreten, die Zielgruppe bleibt aber die breite Masse der Volksläufer, so Derfler. Auch das großartige Kuchenbuffet im Ziel hat sich unter den Läufern schon herumgesprochen.

Mit einem wöchentlichen Lauftreff und einem monatlichen Clubabend kommt die gesellschaftliche Komponente nicht zu kurz. Im Herbst gibt es jedes Jahr eine Gemeinschaftsfahrt zu einem Marathon. Berlin, Florenz standen in den letzten Jahren auf dem Programm. Wohin die Reise heuer geht, das wird bei einem der nächsten Clubabende eingehend erörtert werden.

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